03

Okt

Naturgenuss: Advent auf den Höfen

Erzeuger und Landwirte der Regionalinitiative Naturgenuss Rhein-Westerwald laden ein zu einer vorweihnachtlichen Landpartie mit Genuss und Einkaufsmöglichkeiten.

Das noch junge Regionalprojekt „Naturgenuss“ wächst weiter zwischen Rheintal, Wiedtal, Westerwald und Sieg. Die Gemeinschaftsinitiative von Naturpark Rhein-Westerwald und der Wirtschaftsförderung im Landkreis Neuwied ist seit zwei Jahren in Sachen Naturerlebnis und Regionalgenuss am Start. Erklärtes Ziel ist es, ein regionales Netzwerk wie auch eine Vermarktungsinitiative für Gastronomen und Regionalerzeuger aufzubauen, um damit mehr Regionalität ins Glas und auf den Teller in heimischen Gaststätten und Restaurants zu bringen, aber auch den Einkaufskorb des Endverbrauchers mit mehr regionalen Produkten zu füllen. Gleichzeitig soll das besondere Prädikat der Naturparkregion aber auch der allgemeine Wert der naturstarken Landschaft noch mehr ins Bewusstsein von Gästen und Bewohnern gleichermaßen gelangen, ganz nach dem Motto „Die Natur erleben und dabei die Region schmecken“.

Auch wenn die Zeiten in Corona eine Herausforderung in der Planung öffentlicher Veranstaltungen bedeuten, haben sich die regionalen Erzeuger-Partner der Initiative vorgenommen, mit der Angebotsreihe „Advent auf den Höfen“ ein Premiere in der Region zu starten. An den fünf Wochenenden vor Weihnachten werden sich bei Genussmanufakturen und Landwirten die Türen öffnen. Die Vorweihnachtszeit gehört zu den stimmungsvollsten Zeiten des Jahres. Sie ist aufgrund der bevorstehenden Feiertage von besonderem Genuss geprägt und sie bietet Zeit und Raum, einmal mehr die guten landwirtschaftlichen Produkte direkt auf den Höfen besser kennenzulernen. Das Angebot wird vielfältig sein. Je nach Möglichkeiten wird es kleinere und größere Genusserlebnisse geben, die auch dazu einladen, vor Ort zu probieren, einzukaufen und vielleicht auch schon das ein oder andere wohl schmeckende Weihnachtspräsent für Freunde und Familie zu finden.

Ab November wird die überarbeitete und neu gestaltete Homepage der Gemeinschaftsinitiative (www.naturgenuss-gastgeber.de) auch über die einzelnen Angebote der Adventsaktion informieren. Wer möchte, plant danach seine eigene Landpartie, besucht die Anbieter und lernt dabei sicherlich viele neue gute Bezugsquellen für regionalen Genuss kennen.

Aufgrund der allgemeinen Corona-Situation können kurzfristig Änderungen in der Durchführung von „Advent auf den Höfen“ geschehen. Infos dazu auf der Homepage.

Unter www.naturgenuss-gastgeber.de werden Informationen wie auch teilnehmende Betriebe und Regionalerzeuger veröffentlicht.

Foto: Naturgenuss Gastgeber

07

Sep

Hans W. Mende – Über die Felder, die Dörfer

Neue Fotoausstellung im Haus der Fotografie, Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein

Der Westerwald – geologisch zum Rheinischen Schiefergebirge gehörend, eingerahmt durch die Flüsse Rhein, Lahn, Dill und Sieg. Viel Landschaft, sanft an- und absteigend und im Vergleich zu den Mittelgebirgsnachbarn wenig spektakulär. Dennoch durchzogen von schon immer wichtigen Verkehrsadern zwischen den Metropolen Köln, Frankfurt am Main und Leipzig; Heimat und Wirkungsstätte berühmter Männer wie Friedrich Wilhelm Raiffeisen und August Sander.

Der Berliner Fotograf Hans W. Mende kam eher zufällig in den Westerwald und fährt seit mehr als 15 Jahren regelmäßig in die Nähe von Altenkirchen. Auf seinen fotografischen Wanderungen porträtiert er die Landschaft und ihre Menschen. Mende versteht sich zwar als Chronist der Zustände und nimmt allerorts den Wandel wahr, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wichtig ist ihm das gute, stimmige Bild. Die Mischung aus Tradition und Moderne fasziniert ihn. Seine Motive findet er sowohl in der Landschaft als auch viel öfter bei den Menschen mit ihren Wohn- und Wirkungsstätten.

Die analogen Schwarz-Weiß-Abzüge wirken wie poetische Grüße aus einer fernen Vergangenheit und doch führen sie uns das heutige Leben auf dem Lande vor Augen.  Hans W. Mende (Jahrgang 1948) hat an der Hochschule der Künste Berlin studiert und ist insbesondere mit seinen Fotos und Büchern zur Berliner Mauer und dem Gleisdreieck bekannt geworden. Zur Ausstellung erscheint ein Buch im fotoforum-Verlag, Münster.

Die Ausstellung gastiert zwischen dem 10. September und 01. November 2021 im Haus der Fotografie im Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein Koblenz und ist täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Kein Zusatzeintritt neben dem regulären Festungseintritt.

Foto: Hans W. Mende

27

Aug

Vinothek im „WeinReich“ öffnet wieder

An allen Wochenenden im September und Oktober können exzellente Weine aus allen sechs rheinland-pfälzischen Anbaugebieten verkostet werden.

Erleben Sie die Vielfalt des Weinlandes Rheinland-Pfalz in der Ausstellung WeinReich im Landesmuseum Koblenz / Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein. Unsere Weinbotschafterinnen und Weinbotschafter vermitteln interessante Informationen rund um heimische Weine und regionale Rebsorten. Es wird ein wechselndes Angebot aus hervorragenden Weinen aus Rheinland-Pfalz angeboten.

Coronagerecht finden die Weinproben auf dem überdachten Vorplatz der Vinothek im Haus des Genusses statt. Der Eintritt in die Ausstellung ist im regulären Festungseintritt bereits enthalten, die Verkostung der Weine nicht.

Termine 2021:
Sa/So, 11./12. September
Sa/So, 18./19. September
Sa/So, 25./26. September
Sa/So, 02./03. Oktober
Sa/So, 09./10. Oktober
Sa/So, 16./17. Oktober
Sa/So, 23./24. Oktober
Sa/So, 30./31. Oktober

Jeweils zwischen 13 und 17 Uhr geöffnet. Es gilt die jeweilige Corona-Verordnung, Änderungen vorbehalten.

Foto: GDKE Rheinland-Pfalz / Pfeuffer

27

Aug

Digitalisierung am Arbeitsplatz: Fluch oder Segen?

Alles im Leben hat zwei Seiten. Die Digitalisierung ist da keine Ausnahme. Der technische Fortschritt bringt einerseits Entlastung, Effizienz und Effektivität und Flexibilität. Andererseits zeigen sich dabei neue Herausforderungen und Risiken, wie z.B. die dezentrale Führung von Teams, das digitale Burnout und die digitale Entgiftung zur Vermeidung gesundheitlicher Nachteile.

In Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg) findet am 8. September 2021 um 15:30 Uhr eine Phönix-Veranstaltung „Die 2 Gesichter der digitalen Welt“ online statt.

Bereits seit März 2021 laufen im Rahmen des Projektes „Phönix“, gefördert durch das Arbeitsministerium Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, Veranstaltungen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Dabei stehen die Themenbereiche Krisenmanagement und Change-Prozess während und nach Corona, Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation und des digitalen Verkaufs, Aufbau widerstandsfähiger Unternehmensstrukturen, gesunde und leistungsfähige Teams im Fokus.

Ziel des Projektes ist es, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Soloselbstständige in ihrer Funktion als Krisenmanager zu unterstützen und dabei zu helfen, krisensichere Strukturen für langfristig gesunde Unternehmen aufzubauen.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird Katharina Schlag, Geschäftsführerin der wfg, einen kurzen Überblick über Förderprogramme zur Digitalisierung geben. Arno Herrmann, Geschäftsführer der mediMACS GmbH, stellt anhand von Praxisbeispielen die Vorteile der Digitalisierung dar, bevor Silke Eilers, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IBE (Institut für Beschäftigung und Employability), die Herausforderungen, Risiken und proaktiven Handlungsoptionen aufzeigen wird. Anmerkungen, Fragen und Meinungen sind im abschließenden Austausch ausdrücklich erwünscht.

Zusätzlich gibt es ein Angebot für teilnehmende Unternehmen, die an den Themen weiterarbeiten wollen: Sie können eine kostenlose Analyse und Hilfestellung für ihren Betrieb nutzen. Die Anzahl ist begrenzt, eine frühzeitige Anmeldung empfehlenswert.

Die Teilnahme an der Online-Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist bis zum 07.09.2021 an i.wolf@etain-gesundheit.de erforderlich.

Ihre Ansprechpartnerin:
Projektleiterin Frau Inge Wolf
Tel.: 017642098506, E-Mail: i.wolf@etain-gesundheit.de

Weitere Infos und Termine: https://www.etain-gesundheit.de/termine-und-veranstaltungen.html

Projekthintergrund: Projektträger ist ETAIN. Phönix wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

19

Aug

Sonderprogramme auf Schloss Bürresheim

Mit der Open-Air-Vortragsreihe „Dichtung und Wahrheit“ und dem Stationentheater „Schlossgeflüster“ finden auf Schloss Bürresheim spannende Sonderprogramme statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Alle Infos rund um das Schloss Bürresheim finden sich hier: https://kulturerbe-eifel-mosel.de.

Vortragsreihe „Dichtung und Wahrheit“ als Open-Air im Barockgarten

22.08.2021 / 11:00 Uhr – Szenische Lesung mit Kabarettist Heinz Meller

Er ist das Gesicht der Meenzer Fassenacht. Bundesweit bekannt wurde er vor allem durch seine Auftritte als Sitzungspräsident der Mombacher Bohnebeitel. Bereits mit 16 Jahren ist er in der Fassenacht aktiv, im Rahmen der „Dichtung und Wahrheit“ präsentiert er Open-Air im Barockgarten literarisch-politisches mit Witz und Charme.
Eintritt: 10 € / Anmeldung erforderlich: buerresheim@gdke.rlp.de oder Tel. 02651/76440

12.09.2021 / 11:00 Uhr – Vortrag von Justizminister Herbert Mertin

Unter dem Titel „Phänomen Fake News – Die Wahrheit von Fake News“ wird der Justizminister des Landes Rheinland-Pfalz in seinem Vortrag die bedenkliche Entwicklung beleuchten und erläutern, insbesondere mit Blick auf das Spannungsverhältnis zwischen Meinungsfreiheit einerseits und strafbewerten Hasskommentaren anderseits.
Eintritt: kostenfrei / Anmeldung erforderlich: buerresheim@gdke.rlp.de oder Tel. 02651/76440

26.09.2021 / 11:00 Uhr – Vortrag „Heimat – Sehnsuchtsraum und Kampfbegriff“

Der bekannte Kulturjournalist Andreas Pecht wird in seinem Vortrag die zentralen Aspekte seines Themas „Heimat – Sehnsuchtsraum und Kampfbegriff“ näherbringen, sie erläutern und zur Diskussion stellen.
Eintritt: kostenfrei / Anmeldung erforderlich: buerresheim@gdke.rlp.de oder Tel. 02651/76440

Schlossgeflüster Open Air – Gaukler, Bürger, Edelleute!

Stationentheater auf Schloss Bürresheim

Carola Moritz und Michael Policnik sind dem Bürresheimer Publikum durch ihre Auftritte mit musikalischen Revuen und Chansonprogrammen auf dem Schloss bestens bekannt. Die beiden Schauspieler nehmen Sie mit auf eine spannende Zeitreise. Beginnend an der Außenmauer oberhalb des Parkplatzes, über Remise, Kanonengang und Hochzeitssäule bis in beide barocke Schlossgärten, bieten sie zu jeder Station eine ganz besondere Geschichte dar. Der zeitliche Bogen spannt sich dabei von mittelalterlichen Minne- und Gauklerszenen über barockes Lustspiel bis zur Kaiserzeit. Dabei wechseln sie Kostüme und Rollen in atemberaubendem Tempo. Es erwartet Sie ein Augen- und Ohrenschmaus mit Schauspiel, Tanz und Musik!

Termine: 29.08.; 12.09.; 26.09.; 10.10.2021
Treffpunkt: Schlossmauer am Parkplatz, 13:45 Uhr
Beginn: 14:00 Uhr
Dauer: ca. 60 Minuten
Kosten: 15,00 € / Erm. 12,50 €
Anmeldung: erforderlich unter Tel.: 02651-76440 oder E-Mail: buerresheim(at)gdke.rlp.de

Aufgrund der Corona-Verordnung ist für alle Veranstaltungen die Vorbestellung von Karten erforderlich. Änderungen vorbehalten.

Foto: GDKE Rheinland-Pfalz / Pfeuffer

03

Aug

Trockenen Fußes durch ein Riff

– und das an der Lahn

Seit nunmehr fünf Jahren präsentiert sich das Lahn-Marmor-Museum in Villmar als Eingangstor in die Welt des Lahnmarmors. Entdecken Sie:

  • das Lahn-Marmor-Museum mit seinen Fossilien, historischen Geräten für den Marmorabbau und die Marmorbearbeitung sowie originalen Modellen und Marmorarbeiten.
  • den 380 Meter langen Erdgeschichtlichen Weg vom Lahn-Marmor- Museum zum Unica-Bruch.
  • ein 380 Millionen Jahre altes, weltweit einmaliges Riff mit Korallen, Seelilien und Stromatoporen im Nationalen Geotop Unica-Bruch.
  • den Lahn-Marmor-Weg. Wandern Sie in 2 Runden durch den Ort und die Gemarkungen von Villmar vorbei an Marmorbrüchen und kunstvollen Objekten aus Lahnmarmor.
  • die Lahn-Marmor-Route. Reisen Sie auf einer rund 80 km lange Strecke entlang der Lahn durch die Region des 400jährigen Marmorabbaus.

Besuchen Sie im Lahn-Marmor-Museum auch die Sonderausstellungen:

  • „Prof. Elmar Hillebrand – ein Kölner Bildhauer in Villmar“: Erforschen Sie die künstlerischen Synergien zwischen einem Kunstprofessor und den Villmarer Steinmetzen.
  • „Leidenschaft Lahnmamor“: Arbeiten des Steinmetzen Gerhard Höhler, ein Meister der kunstgewerblichen Arbeiten aus Lahnmarmor.

Weitere Informationen sowie Preise und Öffnungszeiten unter www.lahn-marmor-museum.de

Foto: Lahn-Mamor-Museum

22

Jun

Gesundheitsregion Ransbach-Baumbach

Gründung von Gesundheitszentren als zukunftsfähige Idee für die medizinische Sicherung und Entwicklung der Region

Die Hausarztstruktur in der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach kennzeichnet sich signifikant durch ein Alter der Mediziner und Medizinerinnen von sechzig Jahre und mehr. Im Westerwaldkreis insgesamt sind etwa 23 % der zugelassenen Hausärzteschaft zwischen 60 und 64 Jahren, etwa 21 % sind 66 Jahre und älter. Die Situation ist nicht neu – bemerkenswert hingegen ist der Ansatz der Verbandsgemeindeverwaltung Ransbach-Baumbach zur Gestaltung zukunftsfähiger Ideen für die medizinische Entwicklung der Region.

„Bereits im November 2020 gab es ein erstes Treffen Zwischen Verbandsgemeindebürgermeister Michael Merz sowie Guido Wernert, Geschäftsführer Dierdorf/Selters sowie Limburg/Diez. Die Folgetreffen im Dezember 2020 bis Juni 2021 ergänzt durch verschiedene Vertreter der Fraktionen sowie Ortsgemeinden. „Geprägt waren die bisherigen grundlegenden Schritte von der gemeinsamen Motivation der Daseinsvorsorge zur Sicherung der wohnortnahen, nachhaltig qualitativen Versorgung auf der Basis regionaler Verwurzelungen“, erklärt Michael Merz Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach. Eine Arbeitsgruppe – Task-Force – mit interdisziplinärerer Besetzung zur Ideenentwicklung für das komplexe Thema „Gesundheitsregion Ransbach-Baumbach“ wurde gebildet.  Am 16.06.2021 fand in der Stadthalle Ransbach-Baumbach eine erste Informationsveranstaltung für Ärzte:innen und Gesundheitsdienstleister:innen der Region Ransbach-Baumbach statt. Zahlreiche Vertreter:innen der Berufsgruppen waren gekommen – neben Medizinern:innen waren Podologen:innen, Ergo- und Physiotherapeuten:innen, Logopäden:innen sowie Apotheker:innen aber auch Vertreter:innen der Politik anwesend. Ganz deutlich wurde, dass Gesundheit medizinisch, therapeutisch und pflegerisch gedacht werden muss.

Schlüssel zur Sicherung der medizinischen Versorgung

Eine flächendeckende, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung – insbesondere auf dem Land – ist ebenso anspruchsvoll wie wichtig. Gefragt sind daher tragfähige wie zukunftsweisende Konzepte. Dazu  passt die Idee, die Guido Wernert, Task-Force-Mitglied und Klinik-Geschäftsführer, vorstellte, sehr gut. Er präsentierte das Modell „Gesundheitszentrum“ – also ein räumlicher und inhaltlicher Zusammenschluss von Mediziner:innen, Therapeuten:innen und weiteren Gesundheitsdienstleistern:innen. „Ein Schlüssel zur Verbesserung im Versorgungsbereich besteht in der sektorenübergreifenden Versorgung und einer gemeinsam konkretisierten Definition der Therapieziele, an der sich letztlich Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit ausrichten lassen“, so Wernert.  Dies gelänge umso besser, je enger die räumliche Zusammenarbeit gestaltet wird. Hiervon profitiert der Patient/die Patientin in besonderem Maße, beispielsweise durch den ganzheitlichen Beratungsansatz aber auch Zeitvorteile, da kurze Wege. Die Synergien für alle Beteiligten sind augenscheinlich. Im Hinblick auf den dringend benötigen Nachwuchs an Allgemein-Medizinern:innen bietet das Modell nicht nur die Möglichkeit des Job-Sharings oder attraktiver Arbeitszeitmodelle, sondern auch, wenn eine Krankenhaus-Anbindung partnerschaftlich und kooperativ vorhanden ist, die Nutzung der z. B. Funktionsabteilungen der verbundenen Klinik. „Wir wissen aus unserer Erfahrung, dass die Nutzungsmöglichkeit modernster Medizintechnik und eine ausgewogene Work-Life-Balance bei vielen, überwiegend jungen Medizinern:innen zentrale Entscheidungsfaktoren für die Entscheidung, wo sie ihre Tätigkeit ausüben, sind, “ so Wernert. Hier gab es breite Zustimmung aus den Reihen der anwesenden, niedergelassenen Mediziner:innen, wenngleich auch die Meinung vertreten wurde, dass die Vorteile hinsichtlich des Freiheitsgrads einer Einzel-Praxis nicht zu unterschätzen seien. Hingegen wurde der kollegiale Austausch sowie die Vorteile der Spezialisierung sowie die Fokussierung auf medizinische Themen – etwa durch die mögliche Nutzung einer gemeinsamen administrativen „Abteilung“ –  hoch bewertet.

Positiver Grundstein mit Mehrwert

Ein weiterer interessanter Gedankenansatz, der sich aus der Diskussion ergab, war die  Überlegung, das „Gesundheitszentrums“ als eine Art Grundstein für eine Gesamtinitiative  für die Region zu sehen. Es benötige für die Umsetzung ein “Mehr“ an infrastrukturellen Maßnahmen, wie Freizeitangebote, Schulen, Kindergärten, Bauplätze für junge Familien – beispielsweise für Ärzt:innen, Therapeut:innen und Mitarbeiter:innen, die sich ansiedeln wollen. Gleichzeitig ergäben sich aus den Zentren auch perspektivische Arbeitsplätze in der Region. Es entstünde ein Prozess, dessen Mehrwert in die unterschiedlichen Lebensbereiche positiv ausstrahlen könne und der überregional und bundesweit sich als ein Musterprojekt entwickeln könnte.  In der Konzeptüberlegung, die präsentiert wurde, wird von zwei bis drei  Gesundheitszentren für die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach gesprochen. Wie die Gestaltung im Detail aussieht, ist aber vor allem von der weiteren Zusammenarbeit mit den regionalen Ärzten:innen und Gesundheitsdienstleistern:innen abhängig. Daher wurde ein Erhebungsbogen verteilt, der dazu dient die Gesundheitsstrukturen in der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach abzubilden und dessen Grundlage neue Ideen generiert und Handlungsschritte abgeleitet werden sollen. Die Verbandsgemeindeverwaltung sendet diesen Erhebungsbogen auch an die nicht anwesenden Ärzte:innen und Gesundheitsdienstleister:innen und weißt drauf hin, dass die Teilnahme unverbindlich ist. Das ein Gesprächsbedarf besteht, zeigte nicht nur die rege Diskussion während der Info-Veranstaltung, auch danach wurde in Gruppen der kollegiale Austausch intensiv gesucht. Dietmar Quernes, der Ortsbürgermeister von Nauort, brachte es auf den Punkt: „Ich finde den Ansatz, der heute hier besprochen wurde, toll, denn er unterstützt unsere vielfältigen Bemühungen bei der wichtigen Suche nach Hausärzten:innen für unsere Region.“ Michael Merz und Guido Wernert sagten weitere Informationen und Schritte nach Auswertung der Fragebögen zu. „Uns ist der Dialog wichtig und wir nehmen uns selbstverständlich die Zeit für individuelle Fragen, denn wir wissen nicht nur um die Bedeutung der medizinischen Versorgung für die Region, sondern gleichermaßen auch um die jeweiligen persönlichen Lebensmuster, die von einer Entscheidung immer tangiert werden. Darum bitten wir darum, dass uns die Menschen mit Fragen oder konkreten Gestaltungsideen ansprechen, “ erklären die Beiden unisono. Eines wurde deutlich: Sie wollen die Gesundheitsregion Ransbach-Baumbach entwickeln – gemeinsam und zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger.

Bei Interesse an der Mitwirkung und Fragen zum Projekt „Gesundheitszentren“ bzw.  zur Nutzung der hier als Idee dann neu entstehenden Räumlichkeiten wenden Sie sich gerne an Kooperationspartner

Foto: BUZ (v.l.nr.): Guido Wernert, Jasmin Weber, Michael Merz, Ulrich Schmidt, Vanessa Weldert, Stephan Bach, Wolfgang Zirfas. Quelle: Stadt Ransbach-Baumbach

23

Dez

Herbstglück Spendenaktion Frauenhaus + Verlosung

Die Internationale Nähstube startet in diesen Tagen eine Online-Auktion mit Verlosung einer Patchwork-Tagesdecke, 200 x 145 cm groß, die die Nähstube in Gemeinschaftsarbeit produziert hat. Der Erlös ist für die drei für Bad Honnef “zuständigen” Frauenhäuser, in Troisdorf, Bonn und Westerwald, bestimmt. Besonders in den heutigen schwierigen Corona-Zeiten leisten sie wichtige Hilfen, die die Honnefer Frauen weiterhin unterstützen wollen.

Seit dem Frühjahr 2019 arbeiten die Flüchtlingsfrauen und einheimische Frauen der Internationalen Nähstube unter der Führung der Projektleiterin Heike Wieprig, an einer Patchwork-Tagesdecke, die die Frauen “Herbstglück” genannt haben. Von der ersten Idee zum Entwurf, dem Zuschneiden, Zuordnen und Nähen bis zum Zusammenfügen und Quilten (das ist das von Hand genähte vereinigen der Ober- und Unterseiten mit dazwischen liegendem Vlies) und dem Fertigstellen mit einem sogenannten Binding, d.h. Nähen des Rands der Decke, haben alle Flüchtlingsfrauen mit großem Eifer und Herzblut mitgewirkt; jede der Frauen hat ihren eigenen Block genäht, jede auf ihre Art aber nach dem gleichen Prinzip.

Alles unter Verwendung von Stoffen, die von Honnefer Bürgern geschenkt wurden.

Nun soll sie verlost werden und da eine öffentliche Auktion in der heutigen Zeit nicht möglich ist, startet in diesen Tagen eine Online-Auktion mit anschließender Verlosung unter den Spendern. Schon für 10 € kann ein Los erworben werden! Die Ziehung der Verlosung wird Bürgermeister Otto Neuhoff am 10. Januar 2021 vornehmen.

Informationen hierzu unter dem Stichwort „Frauenhaus und Herbstglück“:
Email: herbstglueck@magenta.de oder meyerheide@web.de oder: www.art4e.de.

Fotos: