07

Sep

Hans W. Mende – Über die Felder, die Dörfer

Neue Fotoausstellung im Haus der Fotografie, Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein

Der Westerwald – geologisch zum Rheinischen Schiefergebirge gehörend, eingerahmt durch die Flüsse Rhein, Lahn, Dill und Sieg. Viel Landschaft, sanft an- und absteigend und im Vergleich zu den Mittelgebirgsnachbarn wenig spektakulär. Dennoch durchzogen von schon immer wichtigen Verkehrsadern zwischen den Metropolen Köln, Frankfurt am Main und Leipzig; Heimat und Wirkungsstätte berühmter Männer wie Friedrich Wilhelm Raiffeisen und August Sander.

Der Berliner Fotograf Hans W. Mende kam eher zufällig in den Westerwald und fährt seit mehr als 15 Jahren regelmäßig in die Nähe von Altenkirchen. Auf seinen fotografischen Wanderungen porträtiert er die Landschaft und ihre Menschen. Mende versteht sich zwar als Chronist der Zustände und nimmt allerorts den Wandel wahr, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wichtig ist ihm das gute, stimmige Bild. Die Mischung aus Tradition und Moderne fasziniert ihn. Seine Motive findet er sowohl in der Landschaft als auch viel öfter bei den Menschen mit ihren Wohn- und Wirkungsstätten.

Die analogen Schwarz-Weiß-Abzüge wirken wie poetische Grüße aus einer fernen Vergangenheit und doch führen sie uns das heutige Leben auf dem Lande vor Augen.  Hans W. Mende (Jahrgang 1948) hat an der Hochschule der Künste Berlin studiert und ist insbesondere mit seinen Fotos und Büchern zur Berliner Mauer und dem Gleisdreieck bekannt geworden. Zur Ausstellung erscheint ein Buch im fotoforum-Verlag, Münster.

Die Ausstellung gastiert zwischen dem 10. September und 01. November 2021 im Haus der Fotografie im Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein Koblenz und ist täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Kein Zusatzeintritt neben dem regulären Festungseintritt.

Foto: Hans W. Mende

06

Sep

Wein im Gespräch 2021

Mi, 8. September 2021 | 19.00 – 20.30 Uhr
»Herkunft statt Öchsle – neue Qualitätsbezeichnungen im Weinbau«

Im alten deutschen Weinrecht waren die Öchslegrade (Zuckergehalt der Trauben) entscheidend für die Qualitätsbestimmung. Je höher die Öchsle, umso besser die Qualität. Im neuen europäischen Weinrecht ist jetzt die Herkunft entscheidend. Je kleiner der Herkunftsbereich, umso höher die Qualität. Im Moment geht es um dieKonkretisierungen dieser allgemeinen Richtlinie. Kommissionen tagen und es wird heftig diskutiert. Über den Stand der Dinge, über Vor- und Nachteile, über neue Bezeichnungen, die wir lernen, und alte, von denen wir uns verabschieden müssen, spricht Kalle Grundmann mit den jungen Winzerinnen Katharina von Canal und Ida Didinger. Beide sind nach dem Weinbaustudium in Geisenheim und diversen Praktika in die heimischen Familienweingüter Freiherr von Heddesdorff / Winningen und Didinger / Osterspai zurückgekehrt.

Passend zum Thema werden sechs Weine verkostet.

Di, 14. September 2021 | 19.00 – 20.30 Uhr

»Deutsche Weinkönigin – Amt zwischen Wissen, Jeans und Krone«

Seit 1949 gibt es das Amt der Deutschen Weinkönigin. Jährlich wird sie aus dem Kreis der Gebietsweinköniginnen gewählt. Im In- und Ausland ist sie eine Botschafterin für den Deutschen Wein. Das Anforderungsprofil an die jungen Frauen ist hoch. So kommen zum Fachwissen über den Wein noch sicheres Auftreten, Schlagfertigkeit und Fremdsprachenkenntnisse. Die amtierende Deutsche Weinkönigin Eva Lanzerath kommt aus Walporzheim an der Ahr und studiert in Koblenz. Sie und Sonja Christ-Brendemühl aus Oberfell, Deutsche Weinkönigin aus dem Jahr 2009/2010, sind die Gesprächspartnerinnen von Kalle Grundmann an diesem Abend.

Die sechs Weine des Abends kommen aus unterschiedlichen deutschen Weinanbaugebieten und werden von den Weinköniginnen ausgesucht und kommentiert.

Ort: Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein | Landesmuseum Koblenz, Kuppelsaal

Termine: Mi, 08.09.2021 | Di, 14.09.2021

Uhrzeit: jeweils 19.00 bis 20.30 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr

Kosten: 15,00 €, darin enthalten sind die Weinprobe, Mineralwasser und Salzgebäck

Karten: Nur mit Anmeldung unter Tel. 0261 6675-1506 oder landesmuseum-koblenz@gdke.rlp.de. Es gibt keine Abendkasse. Wir bitten um Verständnis, dass die Teilnahme an die Erhebung der Kontaktdaten gebunden ist. Darüber hinaus ist die Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, getestet oder genesen) nachzuweisen. Vorgeschrieben ist das Tragen einer medizinischen Maske, ausgenommen am Sitzplatz.

Foto: GDKE Rheinland-Pfalz / Pfeuffer

05

Sep

Lewentz eröffnet neue Dauerausstellung auf Burg Nassau

Innenminister Lewentz hat die neue Dauerausstellung auf der Burg Nassau eröffnet. Mit der Ausstellung werden das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss des Nassauer Bergfrieds erstmals für Gäste zugänglich gemacht.

„Mit den neu gestalteten Räumen wird ein identitätsstiftendes Bauwerk von nationaler und internationaler Bedeutung in unserer Region weiter aufgewertet. Fortan können sich die Gäste noch intensiver mit der jahrhundertealten und bedeutenden Geschichte dieses Ortes befassen“, sagte Minister Lewentz im Rahmen der Eröffnungsfeier.

In Zukunft können sich Besucherinnen und Besucher im ersten Obergeschoss des Burgturms über die Ursprünge der Burg und ihre geschichtliche Bedeutung informieren. Hauptexponat im Raum ist ein Modell der Burg Nassau, das anhand neuester bauhistorischer Forschungen umgesetzt werden konnte und zeigt, wie die Burg Ende des 13. Jahrhunderts aussah. Im Erdgeschoss können Besucherinnen und Besucher das darunter liegende Verlies besichtigen und mehr über die Baugeschichte der Burganlage erfahren.

„Sowohl das niederländische Königshaus als auch das luxemburgische Großherzogtum gehen auf das nassauische Adelsgeschlecht zurück. Somit soll die Dauerausstellung auch dazu beitragen, den internationalen Tourismus in der Region weiter anzuregen“, so Lewentz. Entsprechend seien die Ausstellungstexte und Informationstafeln auf Deutsch und Niederländisch verfasst worden.

Berühmtester Bewohner der Burg war Adolf von Nassau, der auf der Burg geboren wurde und von 1292 bis 1298 römisch-deutscher König war. Aus diesem Grund wurden Teile der Dauerausstellung bewusst in den heraldischen Farben von Adolf von Nassau gestaltet, um den mittelalterlichen Charakter noch erfahrbarer zu machen.

„Mein Dank gilt allen, die bei der Umsetzung dieses Projektes mitgewirkt haben“, so der Minister. Die Burg Nassau wird durch die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) als landeseigene Liegenschaft betreut. Großzügig unterstützt wurde die Neupräsentation durch die G. und I. Leifheit Stiftung.