09

Jun

Wochenend und Wunderland

„Es fühlt sich super an, endlich wieder richtig spielen zu können.“ Nicht nur Christian Wallhäuser, Pressesprecher der Freilichtbühne Freudenberg, ist froh, dass sich die ambitionierte Laienspieltruppe am Kuhlenberg nach den Wirren zweier Corona-Jahre wieder in voller Blüte präsentieren kann: Das Kinderstück „Alice im Wunderland“ feierte bereits am 28. Mai Premiere, während die Komödie für Erwachsene mit dem Titel „Wochenend und Sonnenschein“ am Samstag, 11. Juni, Spaß und Komik entfaltet. Mit 49 Aufführungen ist die Spielzeit wieder prall gefüllt wie eh und je. Und das ist keine Selbstverständlichkeit angesichts einer komplett ausgefallenen Saison 2020 und einer improvisierten Spielzeit im letzten Jahr. Jochen Kretzer, Kassenwart der Freilichtbühne: „Die ganze Unterstützung, die wir in den letzten zwei Jahren von privater und öffentlicher Hand erfahren haben, hat uns gezeigt, dass unser ehrenamtliches Engagement geschätzt wird. Das beflügelt uns natürlich darin, wieder zu starten.“ Angesichts des abrupten Stopps der Spielzeit 2020 war die Sorge um den Verein, der sich zu mehr als 80% aus den Einnahmen aus dem Spielbetrieb selbst finanziert, groß. Die großzügige Unterstützung durch Bund, Land, Kreis und Stadt hat aber dafür gesorgt, dass die Zukunft des Stadttheaters im Grünen in Freudenberg weiterhin gesichert ist. Die finanzielle Unterstützung konnte aber erst mit dem Engagement der Vereinsmitglieder seine volle Wirkung entfalten. Trotz der eigenen privaten Belastung durch die Pandemie wurde viel Arbeit in die Vorbereitung des Bühnengeländes und die Stücke einer neuen Spielzeit gesteckt. Alles getragen von der Hoffnung, dass es wieder einen Spielbetrieb in gewohntem Umfang geben wird.

Mit „Wochenend und Sonnenschein“ hat die Regisseurin Britt Löwenstrom eine Verwechslungskomödie inszeniert – eine Version mit viel Witz und charmanten Charakteren. Drei Bandmitglieder machen sich auf die Suche nach einem festen Engagement und begegnen den Mädchen eines Internats, die sich auf den Weg in die Sommerferien auf dem Campingplatz gemacht hat. Die Jungs beschließen, den Mädchen zu folgen. Was sie nicht wissen: Sie sind in das Visier der Polizei geraten, die dabei ist, eine Räuberbande zu schnappen. Ist die Band wirklich die lang gesuchte Räuberbande? Und was würden die jungen Männer alles tun, um in der Nähe der Mädchen bleiben zu können? Die Weltpremiere entführt zurück in die 70er-Jahre, mit bunten Kostümen, tollen Tänzen und dem besonderen Charme dieser Zeit.

„Alice im Wunderland“  hat Britt Löwenstrom frei nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Lewis Carroll inszeniert. Auf der Suche nach dem sprechenden, weißen Kaninchen begegnet das Mädchen, das durch eine Tür ins Wunderland gelangt ist, so manch schräger Figur. Der Besuch beim Kaninchen endet im Chaos, sodass Alice in den Wald fliehen muss, wo sie einige Abenteuer erlebt. Das Märchen entführt auf eine turbulente Traumreise.

Weitere Infos und Eintrittskarten unter www.freilichtbuehne-freudenberg.de.

Foto: Generalprobe „Wochenend und Sonnenschein“ / Christian Wallhäuser