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Mrz

„Handwerkszeit im Westerwaldkreis“ – Zeit nach der Schule sinnvoll nutzen!

Bereits seit 2015 engagieren sich die Handwerkskammer Koblenz (HwK), die Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald (KHS) und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis (wfg) im Rahmen der Kampagne „Hände hoch fürs Handwerk“ gemeinsam, um für die vielseitigen und zukunftsorientierten Chancen im Handwerk zu werben.

Mit der „Handwerkszeit“ startet jetzt ein neues Angebot im Bereich der Nachwuchsförderung. „Warum sollte die Zeit zwischen dem Abitur und dem Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums nicht genutzt werden? Können wir dafür nicht ein interessantes Programm anbieten?“ Diese Fragen haben sich Bernd Hammes, HwK-Geschäftsführer im Bereich Berufsbildung, und Katharina Schlag, wfg-Geschäftsführerin, Ende des letzten Jahres gestellt.  Die Antwort ist die „Freiwillige Handwerkszeit im Westerwaldkreis“!

„Dieses Angebot verbindet mehrere, aus unserer Sicht sinnvolle Dinge miteinander“, meinen die beiden.  Die „Handwerkszeit“ verknüpft zum einen den praktischen Kompetenzerwerb mit sozialem Engagement. Das bedeutet, dass beispielsweise in der Lehrwerkstatt Objekte erstellt und dann caritativ gestiftet werden können. Zum anderen erlaubt es jungen Erwachsenen handwerkliche und gewerblich-technische Berufsbilder in der Praxis zu erleben. Und zwar nicht ehrenamtlich, sondern mit einem Taschengeld vergütet.

Das Besondere ist weiterhin, dass die Zeiten dieser Berufsorientierung durch die Handwerkskammer Koblenz zertifiziert und auf Ausbildungs- und Studienzeiten angerechnet werden können, beispielsweise als Vorpraktikum, das für bestimmte Studiengänge verpflichtend ist, oder als Verkürzung einer sich daraus ergebenden Ausbildung.

„Es ist eine sinnvolle Alternative, um in der Phase zwischen Schulabschluss und beruflicher Qualifizierung etwas Neues kennenzulernen, dabei noch etwas Gutes zu tun und Geld zu verdienen“, sind sich Hammes und Schlag einig. „Natürlich ist es aber auch unsere Hoffnung, auf diesem Weg junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.“

Die „Handwerkszeit im Westerwaldkreis“ läuft von April bis Oktober und es stehen insgesamt 7 Plätze zur Verfügung, die von der HwK und der wfg finanziert werden. Interessierte Jugendliche haben fortlaufend die Möglichkeit, sich unter Jens.Fiedermann(at)hwk-koblenz.de, 0261 389-351 zu melden, um in das Programm einzusteigen.

Foto: Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH

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Mrz

Monika Kropshofer – architecture reloaded

Neue Fotoausstellung im Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein

Haus der Fotografie – 25. März bis 26. Juni 2022

Die Kunst von Monika Kropshofer ist eine Kunst des Dialoges: Fotografie und Malerei, Präzision und Entgrenzung werden in ihren Kompositionen miteinander verwoben. Motive aus der Architektur und deren Elemente wie Fassaden, Mauern, Fenster, Treppen sind ihr Gegenstand und ästhetisches Experimentierfeld. Die Künstlerin stellt dabei grundsätzliche Fragen nach Fläche und Raum und erschafft Abbilder ganz neuer, virtueller Architektur. Grundlage ihrer Arbeiten sind ihre eigenen Fotografien, die auf Bildträger gedruckt werden und die sie dann mit Techniken der Malerei oder Zeichnung überarbeitet.

Durch die Kombination der Medien Fotografie und Malerei ergibt sich eine neue, eigene mediale Ebene, eine erweiterte Realität, die die Frage nach Abbildung und Wirklichkeit stellt. Es entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Aneignung der Realität durch das fotografische Motiv und der Wirklichkeit der Malerei.

In der Ausstellung wird die künstlerische Entwicklung beispielhaft anhand von Werkgruppen der letzten 20 Jahre von bemalten Fotoabzügen auf Papier bis hin zu teils großformatigen Fotodrucken auf verschiedenen Kunststoff-Bildträgern aufgezeigt. Besonders interessant sind neue Werke, die die Künstlerin eigens für diese Ausstellung konzipiert hat und deren Motive teilweise aus dem Umfeld des jeweiligen Ausstellungsortes stammen. Der Ausstellungstitel architecture reloaded steht hier für eine Veränderung, eine Metamorphose klassischer Ansichten, für einen weiteren Blick auf das Thema Architektur, ihre Elemente und Grundfragen.

Monika Kropshofer ist 1952 in Neuwied geboren, sie lebt und arbeitet in Boppard. Ihre fotografischen Motive findet die Künstlerin an den unterschiedlichsten Orten. Arbeitsaufenthalte und Reisen führen sie unter anderem nach Vietnam, Italien, China, Island und Taiwan. Die übergreifende kulturelle Ästhetik ist das Thema der Architekturfotografie Monika Kropshofers. Die Ausstellung ist täglich geöffnet und im regulären Festungseintritt inbegriffen.

Bild: Monika Kropshofer: Koblenz-Ehrenbreitstein, 2021