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Jul

Pflegeberuf soll attraktiver und aufgewertet werden

Erwin Rüddel im gemeinsamen Gespräch mit Pflegekräften aus dem Wahlkreis

Kreisgebiet. Die Weiterentwicklung der Pflegeberufe stand im Fokus eines Treffens des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten und pflegepolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Erwin Rüddel mit Pflegekräften und Pflegedienstleitern aus den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied. Unter Bezug auf das ab 1. Januar 2020 neu geltende Pflegeberufegesetz konstatierte der Gesundheitspolitiker: „Ziel dieses Gesetzes ist es, die Ausbildung zur Pflegefachkraft zu modernisieren, attraktiver zu machen und den Berufsbereich der Pflege insgesamt aufzuwerten.“

 So soll allen Menschen, die sich für einen Pflegeberuf interessieren eine hochwertige und zeitgemäße Ausbildung angeboten werden, die den breiten Einsatzmöglichkeiten sowie den Entwicklungen in der Gesellschaft und im Gesundheitswesen Rechnung trägt. „Durch den demografischen Wandel gibt es immer mehr multimorbide Pflegebedürftige in den Pflegeeinrichtungen und immer mehr ältere Kranke in den Krankenhäusern. Zudem hat der demografische Wandel auch zur Folge, dass es immer mehr zu betreuende Pflegebedürftige geben wird“, sagte der Pflegepolitiker.

Diese Faktoren führten dazu, dass in Deutschland künftig deutlich mehr qualifiziertes Pflegepersonal benötigt wird. Genau da setze das beschlossene Gesetz zur Reform der Pflegeberufe an. Beispielsweise habe aktuell in der Altenpflege durchschnittlich ein Drittel der Fachkräfte einen Hauptschulabschluss. „Es war mein Herzensanliegen, den Hauptschülern – so wie bei der aktuellen Altenpflegeausbildung auch – den Zugang zur Ausbildung zu erhalten und sicherzustellen, dass nach wie vor eine realistische Chance besteht, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Alle diejenigen, die heute einen Abschluss schaffen, werden das auch in Zukunft schaffen können. Wir können es uns nämlich nicht leisten, auf potentielle Fachkräfte zu verzichten“, betonte Rüddel unter Zustimmung.

Deshalb sei es auch wichtig, dass flächendeckend für die Pflegeschüler die Wahlfreiheit auf eine generalistische oder spezialisierte Ausbildung ermöglicht würde.

Kern des Pflegeberufegesetzes ist die Einführung einer dreijährigen, generalistischen beruflichen Ausbildung mit dem Abschluss „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“. Neben diesem genralistischen Berufsabschluss können Auszubildende für das dritte Ausbildungsjahr auch eine Spezialisierung mit dem Abschluss „Altenpfleger/in“ oder „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in“ wählen. Durch die Modernisierung der Ausbildungsinhalte, eine bessere Ausstattung der Pflegeschulen und mehr Praxisanleitung im Betrieb, soll eine zusätzliche Qualitätsverbesserung erreicht werden.

„Wir haben die Grundlagen dafür geschaffen, dass die Pflege als eigenständiger Berufsbereich aufgewertet wird. Ebenso werden zusätzliche Qualifizierungs- und Karrieremöglichkeiten eröffnet. Gleichwohl gilt es berechtigte Forderungen nach besserer Bezahlung und eben mehr Personal zu erfüllen“, merkte der Abgeordnete an.

Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der Gleichstellung der Demenzkranken in der Pflegeversicherung, der größeren Flexibilisierung der Leistungen und dem Entbürokratisierungsprozess wurde eine der größten Reformen seit Einführung der Pflegeversicherung realisiert. Übereinstimmend äußerten die Anwesenden, dass ihnen durch die Pflegestärkungsgesetze viel Arbeit und Anstrengung zugemutet worden sei, wobei die ambulante Pflege mehr Vorteile erfahren habe, als die stationäre Pflege. Auch die gewünschte und erforderliche Entbürokratisierung müsse weiterentwickelt werden. „Statt zeitraubende Dokumentationspflichten zu erfüllen, sollte die dafür verschwendete Zeit besser den Pflegebedürftigen zu Gute kommen“, war eine vom Pflegepolitiker mitgetragene Auffassung.

„Wir haben in dieser Legislaturperiode wichtige Akzente für die Pflege gesetzt und erfolgreich vorangetrieben. Hieran wird nach der Wahl anzuknüpfen und fortzusetzen sein. Dazu gehört eine bessere, adäquate Bezahlung und dass alle

Pflegekräfte Erfüllung und Zufriedenheit in ihrem Beruf finden“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Bildunterschrift: Erwin Rüddel tauschte sich mit Pflegekräften aus dem Wahlkreis über die Weiterentwicklung der Pflegeberufe aus.  (Foto: Reinhard Vanderfuhr / Büro Rüddel)