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Kleider machen Leute

Die Modedesignerin Herlinde Koelbl kam als Autodidaktin zur Fotografie und arbeitete in der Vergangenheit für renommierte Zeitschriften und Zeitungen. Große Aufmerksamkeit fanden ihre Studien „Spuren der Macht“, die die Verwandlung von Menschen in einem hochrangigen politischen oder wirtschaftlichen Amt über acht Jahre dokumentierte.

In der Ausstellung „Kleider machen Leute“, die ab dem 7. Juli in der StadtGalerie Neuwied zu sehen ist, analysiert die Künstlerin die Bedeutung von Kleidung. 60 Personen aus aller Welt präsentieren sich jeweils in ihrer Arbeitsuniform und in ihrem Freizeitdress. Die Uniform erlaubt nicht nur die Zuordnung zu einem Beruf oder Stand, sondern verleiht auch Anerkennung, verändert Körpersprache und Ausstrahlung des Trägers. In Freizeitkleidung hingegen zeigen sich die Menschen individueller, offener und oftmals komplett verwandelt. Vom höchsten General oder der Richterin bis zum Koch oder zur Kaminkehrerin sind alle Schichten vertreten. Die Doppelporträts laden ein zum Nachdenken: Wer bin ich und wie stelle ich mich dar?

Die Ausstellung „Kleider machen Leute“ ist vom 7. Juli bis zum 11. September in der StadtGalerie in der ehemaligen Mennonitenkirche aus dem Jahre 1768 mittwochs 12 bis 17 Uhr, donnerstags bis samstags 14 bis 17 Uhr, sonntags / feiertags 11 bis 17 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung zu sehen. Weitere Informationen: Schlossstraße 2, 56564 Neuwied (für Navis: Deichstraße 1), 02631 20687 oder stadtgalerie@neuwied.de.

Foto: StadtGalerie, Neuwied