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Frank Kunert “Wunderland”

Landesmuseum Koblenz / Haus der Kulturgeschichte

Frank Kunert “Wunderland

15. Juli bis 30. Oktober 2016, Festung Ehrenbreitstein, Hohe Ostfront

Die grotesken Bildwelten des Fotografen Frank Kunert begeistern Jung und Alt gleichermaßen. In wochenlanger Kleinarbeit schafft Kunert Miniaturwelten, die den grotesken Auswüchsen des zivilisierten Lebens ebenso komisch, erheiternd, aber auch tiefgründig Ausdruck verleihen.

Die Ambivalenz zwischen Tragik und Humor reizt ihn immer wieder aufs Neue und durchzieht seine surreal anmutenden Bildwelten in unerschöpflicher Vielfalt. Melancholie und schräger Witz liegen nah beieinander – überraschend und zum Nachdenken anregend. In den Fotografien von Frank Kunert geht es seltsam zu: Der für ein “Dinner zu zweit” gedeckte Tisch etwa ist so geschickt um die Ecke gebaut, dass keiner den anderen sehen muss, dafür aber jeder auf seinen eigenen Fernseher blicken kann. Oder der Schreibtisch hat ein eingebautes Bett für den ersehnten Büroschlaf. Und die Außentoilette liegt weiter draußen als im Notfall erhofft, nämlich auf dem Mond.

In der Ausstellung gibt auch eine Auswahl der Original-Miniaturen Einblicke in die Arbeitsweise des Fotografen und Modellbauers.

Zum Künstler:

Frank Kunert, 1963 in Frankfurt am Main geboren, absolvierte nach dem Abitur von 1984 bis 1987 eine Ausbildung zum Fotografen. In dieser Zeit entdeckte er seine Liebe zur inszenierten Fotografie im Studio. Nach Erfahrungen als Fotoassistent folgte Anfang der 90er Jahre der Entschluss zur Selbstständigkeit. Seit einiger Zeit widmet sich Frank Kunert schwerpunktmäßig dem Gestalten und Fotografieren seiner kleinen Welten, die er regelmäßig in Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Bisher hat er zwei Bildbände publiziert: „Verkehrte Welt“ (ausgezeichnet mit dem Deutschen Fotobuchpreis in Silber) und „Wunderland“. Frank Kunert lebt und arbeitet in Boppard.

Die Ausstellung ist täglich geöffnet und im Eintrittspreis der Festung Ehrenbreitstein inklusive.

Foto: Veranstalter