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Dez

Nächstes Jahr Rekordsteigerung bei den Renten

Historisch niedriger Beitrag bleibt bis 2020 stabil

Die gute Finanzlage der Rentenversicherung erlaubt es, den historisch niedrigsten Beitragssatz seit 20 Jahren für einen längeren Zeitraum als bisher geschätzt beizubehalten. „Das ist die wichtigste Botschaft des Rentenversicherungsberichts 2015, den die Bundesregierung jüngst verabschiedet hat“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel. Ergänzend wies er daraufhin, dass der Beitragssatz erst Anfang dieses Jahres von 18,9 Prozent um 0,2 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent30gesenkt worden ist und nach derzeitiger Einschätzung erst 2021 wieder auf 19,3 Prozent steigen soll.

Der letzte Rentenversicherungsbericht vor einem Jahr war noch davon ausgegangen, dass bereits 2018 der Beitrag zur Gesetzlichen Rentenversicherung wieder ansteigen muss. „Angesichts der Mehrausgaben für die Mütterrente, die abschlagsfreie Rente mit 63, die verbesserte Erwerbsminderungsrente und das aufgestockte Reha-Budget ist dies schon eine Sensation“, sagte Rüddel

Durch die Mütterrente und die Erhöhung der Kindererziehungszeiten ergäben sich positive Auswirkungen auf die Alterssicherung der Frauen. Rund 64.000 Frauen hätten dieses Jahr aufgrund der Mütterrente erstmalig einen eigenen Rentenanspruch erhalten, weil sie nun die erforderliche Wartezeit erfüllen.

Weiter erklärte der Bundestagsabgeordnete: „Ein kräftiges Plus wird auch bei der Rentenanpassung zum 1. Juli 2016 erwartet. Nach den jüngsten Schätzungen der Rentenversicherung ist mit 4,4 Prozent (West) und 5 Prozent (Ost) Rentenzuwachs zu rechnen. Eine solche Erhöhung für die Rentnerinnen und Rentner gab es seit der Jahrhundertwende nicht mehr.“

Die endgültigen Zahlen werden – wie immer – im kommenden Frühjahr feststehen, wenn die exakte Entwicklung der Löhne und Gehälter vorliegt. „Langfristig gesehen werden die Renten bis 2029 sogar um rund 41 Prozent steigen, das wären im Durchschnitt mehr als zwei Prozent pro Jahr“, fügte Erwin Rüddel hinzu.

Nach derzeitigen Stand der gesetzlichen Grenzen für das Sicherungsniveau werde bis 2030 der Rentenbeitrag nicht über 22 Prozent steigen und das Rentenniveau nicht unter 43 Prozent sinken. Bemerkenswert beim diesjährigen Rentenversicherungsbericht sei ferner, dass sich jetzt und in Zukunft bei den Rentenzugängen die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer bemerkbar machen werden. So sei der Jahrgang 1949, der 2014 in Rente ging, bereits zehn Prozent stärker als im Vorjahr.

Glücklicherweise hielten sich die negativen Auswirkungen der vorzeitigen abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren in den erwarteten Größenordnungen. 136.000 Versicherte hätten 2014 von ihr Gebrauch gemacht, wobei die Rentenversicherung davon ausgeht, dass ein großer Teil davon auch ohne diese Ausnahme vorzeitig in Rente gegangen wäre.