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Nov

Vertiefung für Schifffahrt bei Niedrigwasser erforderlich

Infrastrukturminister Roger Lewentz hat auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Binnenschifffahrt durch eine Vertiefung des Rheins für den Gütertransport zu stärken. „Das aktuelle Niedrigwasser zeigt, wie wichtig eine durchgängige Wassertiefe von mindestens 2,10 Meter im Bereich des Mittelrheintals für die rheinland-pfälzische Binnenschifffahrt ist. Daher haben wir unter anderem die Vertiefung des Rheins zwischen Mainz und St. Goar um 20 Zentimeter für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet“, sagte der Minister am Donnerstag mit Blick auf die Situation der Binnenschiffe, die derzeit nur die Hälfte oder ein Drittel ihrer Ladekapazität nutzen können.

Zwei der drei Vorhaben, die von Rheinland-Pfalz im Bereich Bundeswasserstraßen für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet hat, betreffen Fahrrinnenvertiefungen am Rhein, um eine bessere Auslastung von Binnenschiffen auch in Zeiten niedrigeren Wasserstandes zu erreichen. Um die Ablademöglichkeit zu verbessern und einen ungehinderten Schiffsverkehr zu gewährleisten, soll vor allem die Fahrrinne zwischen St. Goar und Mainz um 20 Zentimeter auf 2,10 Meter vertieft werden. Im Bereich des Rheinverlaufs zwischen Koblenz und Duisburg hat das Land zudem eine Vertiefung der Fahrrinne um 30 Zentimeter auf 2,80 Meter beantragt.

„Wir haben uns bereits bei der Länderkonferenz – Rhein Ende 2013 mit der ‚Düsseldorfer Liste‘ klar dafür ausgesprochen, den Anteil der Binnenschifffahrt am Gütertransport in Deutschland ausbauen. Unsere Wasserstraßen weisen im Vergleich zu LKW und Bahn die beste Ökobilanz auf und könnten zukünftig mehr Transportaufgaben übernehmen. Ohne optimale Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel eine durchgängige Wassertiefe nach den einschlägigen Vorgaben, werden die Wasserstraßen auch weiterhin das Nachsehen haben“, sagte Lewentz.

Foto: Hiero/pixelio.de